Eclipse User haben den Luxus zwischen zwei “SVN Team Provider” Plugins wählen zu können beziehungsweise zu müssen: Subclipse und Subversive. Mit Subclipse habe ich schon längere Zeit gute Erfahrungen gemacht. Aber nachdem Subversive mit Eclipse 3.4 das offizielle Subversion Plugin der Eclipse Foundation geworden ist, habe ich mir es die letzten Monate näher angeschaut. Es war sogar möglich beide Versionen parallel in Eclipse zu installieren. Das fand ich hilfreich, weil Subversive die zuvor mit Subclipse gemanagten Projekte nicht übernehmen konnte. So musste ich die vielen Projekte nicht nochmal mit Subversive auschecken, was sonst der übliche Weg ist. Inzwischen habe ich komplett auf Subversive umgestellt und Subclipse deinstalliert.

Der Hauptgrund warum ich mich für Subversive entschieden habe ist die Geschwindigkeit. Ich hatte den Eindruck, dass es einiges schneller als Subclipse ist. Ich nutze gerne die Team Synchronize Perspektive um auf einen Blick zu sehen bei welchen Projekten eingehende oder ausgehende Veränderungen vorhanden sind. Hier habe ich ca. 20 Projekte gepinnt, was mit Subversive gut machbar ist, während ich bei Subclipse schon mit weniger Projekten längere Wartezeiten hatte. Ein weiterer Vorteil von Subversive ist sicherlich, dass es unter dem Eclipse Dach einen wahrscheinlich langfristig gesicherten Platz gefunden hat.

Obwohl es direkt von der Eclipse Foundation kommt, ist die Installation noch nicht so einfach wie man sich wünschen würde. Im Wesentlichen muss man sicherstellen, dass folgende Update Sites vorhanden sind:

http://download.eclipse.org/technology/subversive/0.7/update-site/

http://www.polarion.org/projects/subversive/download/eclipse/2.0/update-site/

http://www.polarion.org/projects/subversive/download/integrations/update-site/ (optional?)

Details zur Installation findet man bei Eclipse, Polarion oder bei javathreads.de.

So richtig etwas falsch machen kann man aber weder mit Subclipse noch mit Subversion, finde ich. Ich habe kaum Unterschiede bei den typischen Features oder der Bedienung entdecken können. Gefühlt hatte ich mit Subclipse einen Tick öfters SVN Locking Probleme, dafür hatte Subversive eher Probleme mit dem Verschieben von Verzeichnissen. Das kann aber alles Zufall gewesen sein. Lediglich hat Subclipse ein cooles Revision Graph Feature, das ich beim ansonsten schnelleren Subversive vermisse.

4 Antworten zu “Eclipse Subversion Plugins: Subclipse vs. Subversion”
  1. Markus sagt:

    Interessant zu lesen, dass du mit Subclipse einen Tick mehr SVN Locking Probleme hattest. Ich bin genau an dieser Stelle mit Subversive oft gescheitert und konnte nicht mehr wirklich einchecken oder updaten. Unter anderem hatte ich jetzt auch schon öfters den SVN checksum missmatch mit Subversive bei dem dann gar nichts mehr geholfen hatte außer die Datei neu zu erstellen (http://javathreads.de/2008/10/subversion-pruefsummenfehler-a-checksum-mismatch-orccured/).

    Ich habe unter Ganymede Subclipse erst nicht zum laufen bekommen und bis heute noch nicht weiter ausprobiert, allerdings dachte ich nach meinen bisherigen Subversive Erfahrungen, dass es mit Subclipse evtl. besser klappen müsste denn vor Ganymede habe ich nur mit Subclipse gearbeitet und hatte nie Probleme.

  2. Markus Junginger sagt:

    Danke für den Hinweis. Mit der SVN Checksumme hatte ich aber zum Glück noch nie Probleme – hoffe das bleibt auch so. :) Subclipse gibt es übrigens inzwischen ganz offiziell für Eclipse 3.4.

  3. sfrisch.de» Blogarchiv » SVN kostenlos online nutzen sagt:

    [...] Mit einen Subversion Client kann auf die Dateien zugegriffen werden. Wenn man mit Eclipse arbeitet bietet sich das Plugin Subclipse an (gute Installationsanleitung gibt es hier). Weitere Tools sind z.B. SmartSVN und Syncro SVN Client oder auch Subversion (mehr zum Unterschied von Subclipse und Subversion auf jars.de). [...]

  4. Christian sagt:

    Subversive bietet nun auch einen Revision Graph (momentan in den WeeklyBuilds).