Das Galaxy Tab läuft durchgehend sehr flüssig und macht subjektiv einen sehr performanten Eindruck. Die 1 GHz CPU (ARMv7) wird bei der Grafik durch eine GPU (PowerVR SGX 540) unterstützt. Auf der Home-Screen scrollt wesentlich flüssiger als bei den meisten Android Geräten, trotz der hohen Geräte Auflösung von 1024×600. Eine detaillierte Auskunft über Geschwindigkeit geben verschiedene Benchmark Apps. Einige davon habe ich ausprobiert, darunter Linpack, Quadrant und Benchmark.

Linpack (Abbildung links) ermittelt einen Wert von 14 MFLOPS auf dem Android 2.2 Tablet. Gegenüber 8 MFLOPS des Galaxy S (Android 2.1) zwar eine wesentliche Steigerung. Jedoch hatte das Update von 2.1 auf 2.2 aufgrund des neu eingeführten JIT Compilers bei anderen Geräten einen wesentlich drastischeren Effekt. Es wäre ein Faktor von 4-5 zu erwarten gewesen. Ein Nexus One erzieht um die 30-40 MFLOPS. Eventuell läuft der JIT Compiler bei dem Vorserien noch eingeschränkt. Auch die Quadrant App (Abbildung rechts) zeigt ein ähnliches Bild: Hinter dem Nexus One und dem Moto Droid X belegt das Galaxy Tab den 3. Platz vor dem Galaxy S. Bei Quadrant fällt wie schon beim Galaxy S die im Vergleich sehr gute 3D Grafikperformance auf, die Frameraten liegen zwischen 40-60 fps.

Über Quadrant erhält man zusätzliche Informationen über die verbauten Komponenten:

Anhand der “Benchmark” App erhält man eine Aufschlüsselung in verschiedene Bereiche (in Klammern sind die Vergleichswerte eines Nexus One):

  • Graphic: 29.99 (28.29)
  • CPU: 1702 (2077)
  • Memory: 616.5 (351.8)
  • Filesystem: 106.26 (68.98)

Auch hier wird eine CPU Leistung gemessen, die deutlich hinter dem Nexus One liegt. Erstaunlich sind aber die Werte für Memory (Kopieren von Speicherbereichen) und Filesystem. Bei letzterem liegt der höhere Wert des Samsung Galaxy Tab am Schreiben von Dateien: Hier misst die App 9,7 M/sec gegenüber 1,8 M/sec. Somit scheint das Galaxy Tab schnellen RAM und SSD Speicher zu besitzen. Hier noch die Details als Screenshot:

Insgesamt bleibt die Frage offen warum das Galaxy Tab trotz Android 2.2 deutlich schlechter als das Nexus One beim Ausführen von Code auf der VM abschneidet. Nichtsdestotrotz sind die Werte im oberen Bereich angesiedelt und Ausführungsgeschwindigkeit ist dennoch sehr gut. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die finale Version des Tablets auch hier mit dem Nexus One gleichziehen kann. Vielleicht ist es einfach eine Sache der Software die mit einem Update gelöst werden kann. Wie erwartet fällt die Grafik und 3D Performance positiv auf und darüber hinaus scheint recht schneller Speicher im Galaxy Tab verbaut zu sein.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass die ermittelten Werte mit Vorsicht zu betrachten sind. Nicht nur, dass es sich um ein Vorserien-Gerät gehandelt hat und die Tests nur zweimal ausgeführt wurden. Hintergrundprozesse können zusätzlich die Ergebnisse verfälschen und zudem ist nicht sichergestellt, dass Benchmarking App für Applikationen repräsentative Werte ermitteln.

Eine Antwort zu “Galaxy Tab: Benchmarks und Specs”
  1. Galaxy Tab Test - jars.de - Java und Technologie sagt:

    [...] Android 2.2 Performance: Der erwartete Performance Schub durch den in Android 2.2 enthaltenen JIT Compiler blieb aus. Die Frage warum ist noch nicht geklärt. Details hier zu gibt es im Benchmark Artikel. [...]