Samsung hat dem Galaxy Tab alles mitgegeben was eine erfolgreiche mobile Spieleplattform braucht: eine schnelle CPU und GPU, genug Speicher, einen solides Multitouch, Beschleunigungssensor & Gyroskop, ein gutes Display und gute Lautsprecher. Die Geräteabmessungen zwischen PSP und iPad finde ich sehr geeignet für Spiele: man erreicht mit den Findern gut den Touchscreen und hat dennoch ein recht großes Display. Im Android Market finden sich mehr und mehr gute Games und auch auf dem Galaxy Tab sind bereits zwei vorinstalliert (zumindest auf dem auf der IFA gezeigten Prototypen): Nova und Need for Speed Shift.
Nova von Gameloft ist ein 3D Egoshooter, der auf den ersten Blick an Halo erinnert. Die Steuerung erfolgt ausschließlich auf dem Touchscreen: die linke Hand bedient ein virtuelles Steuerkreuz und die rechte Hand übernimmt den Auslöser und das Nachladen. Um sich zu drehen, muss man mit einem Finger auf dem Touchscreen ziehen. Hierbei muss man die Hauptposition verlassen, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das 3D Rendering ist sehr flüssig und die Qualität für eine mobiles Spiel sehr gut. Vom Detailgrad darf man es natürlich nicht mit aktuellen Spielkonsolen oder Gaming PCs vergleichen. Dennoch beweisen die Screenshots eine der besten Grafiken unter aktuellen Android Spielen überhaupt.

Need for Speed Shift ist das zweite Spiel. Es handelt sich noch um eine Vorabversion, die noch nicht so solide wie Nova ist. Neben gelegentlichen Abstürzen lässt die Grafikqualität in Zwischenscreens zu wünschen übrig. Die 3D Grafik im Spiel ist besser auch wenn Nova insgesamt einen besseren Eindruck macht. Die Verzerrungen bei den In-Game Screenshots sind keine Grafikfehler, sondern sind durch den Screenshotmechanismus bedingt, der langsamer als der Bildschirmaufbau ist. Die Steuerung erfolgt bei Need for Speed Shift über den Beschleunigungssensor, was gut funktioniert.


Beim Ausprobieren musste ich natürlich auch ein Blick auf meine eigenen Spiele werfen: Pong Multitouch und K’UMPA. Dank technisch einwandfreier Multitouch Unterstützung, was bei Android Geräten nicht selbstverständlich ist, funktioniert Pong perfekt. Der komplette Screen wird genutzt, die Grafik ist flüssig und die Finger haben genug Abstand zum Schläger. Nicht ganz perfekt läuft K’UMPA: Hier gibt es grafische Probleme bei den Menüscreens aufgrund der neuen Screengröße und dem neuen Seitenverhältnis. Hier zeigt sich das manche Apps und Games noch für das Galaxy Tab angepasst werden müssen. Bis zum Marktstart wird K’UMPA hoffentlich soweit sein. Das Spiel an sich läuft aber wie erwartet: die Grafik wird korrekt gerendert und nutzt den ganzen Screen aus. Das kommt dem Spieler für einen sehr guten Überblick über das Spielfeld zugute. Das Scrolling ist sehr weich, die Animationen flüssig. Mit kleinen Anpassungen bin ich sehr zuversichtlich was das Spielerlebnis auf dem Galaxy Pad betrifft.

Mein Resümee ist das insbesondere Nova das Potential des Galaxy Pads als auch als Plattform für Gamer schon recht eindrucksvoll vorführt. Einige Android Spiele müssen noch angepasst oder optimiert werden. Wünschenswert fände ich eine Hervorhebung im Android Market von Spiele, die für Galaxy Tab oder ähnlich leistungsstarke Tablets optimiert sind. Damit könnten sie sich von den oftmals sehr einfachen Android-Spielen abheben, die bei Smartphones beliebt sind. Darüberhinaus hat das Galaxy Tab dank GPS und Kamera noch weiteres Potential für ortsbezogene und Augemented Reality Spiele. Die Hardware ist da, die Software kann jetzt nachziehen.

Eine Antwort zu “Spiele auf dem Galaxy Tab”
  1. Galaxy Tab Test - jars.de - Java und Technologie sagt:

    [...] laufen flüssig. Für den Nutzer entstehen so gut wie nie unnötige Wartezeiten. Auch Spiele mit anspruchsvoller 3D Grafik laufen dank der flotten GPU [...]

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