Mit Linux kann im Gegensatz zu Windows eine Festplatte sehr einfach kopiert werden, auch in eine Datei. Linux kann eine Partition oder eine komplette Festplatte genau wie eine normale Datei ansprechen (z.B. /dev/hda1 oder /dev/hda). Dazu kann man eins der bootbaren CD basierten Linux Systeme nutzen, z.B. Sysclone oder den Klassiker Knoppix. Im Terminal kann man einfach eins der Kommandos cp, dd, gzip oder ddrescue nutzen. Der Vorteil von ddrescue ist, dass es auch mit fehlerhaften Sektoren klar kommt und zudem schneller ist. Dafür kann ddrescue allerdings keine komprimierten Dateien erzeugen.

Zunächst muss man rausfinden, unter welchem Device eine Festplatte oder Partition unter Linux eingebunden ist. Dazu kann man z.B. fdisk nutzen; mit der Option -l werden die Festplatten inklusive ihrer Partitionen aufgelistet:

fdisk -l

Beispiel: Partition in eine komprimierte Datei schreiben

dd if=/dev/hda1 | gzip > /tmp/partition_image.gz

Beispiel: Festplatte mit ddrescue in Imagedatei schreiben

ddrescue /dev/hda /tmp/diskimage

Aufgrund der Größe von Imagedateien ist die Wahrscheinlichkeit recht groß dass man als Windows User eine NTFS Festplatte als Speicherort wählt. Hierzu muss die NTFS Partition als schreibbare Partition gemountet werden (mount -t ntfs funktioniert nicht), z.B. mit NTFS-3G:

mount -t ntfs-3g /dev/hdb1 /mnt

Das war auch schon alles was man an Linux Tools benötigt um schnell Komplett-Backups anfertigen oder Festplatten kopieren.

Eine Antwort zu “Clonen von Festplatten oder Partitionen mit Linux”
  1. michl sagt:

    Wer zu faul für die Kommandozeile ist, dem kann ich clonezilla empfehlen.
    Kann man z.B. auch eine Rescue-CD erstellen oder über Netzwerk sichern. Super Sache!

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